Jahrgang 2023
Der Winter 2022–2023 war der zweitwärmste seit 1955, zugleich fiel jedoch 25 % mehr Niederschlag als im Durchschnitt. Die ergiebigen Regenfälle, die bis ins Frühjahr anhielten, führten in den Weinbergen zu einem hohen Befallsdruck durch Falschen Mehltau. Glücklicherweise ließ sich dieser durch Behandlungen mit Kupferpräparaten und Mitteln zur Aktivierung der pflanzlichen Abwehrkräfte eindämmen. Die starken Regenfälle führten zu einem leichten Ertragsrückgang. Die sommerliche Dürre mit drei regenlosen Monaten und zwei intensiven Hitzewellen zwischen August und September stellte die Reben auf eine harte Probe. Dennoch passten sie sich, unterstützt durch gezielte weinbauliche Maßnahmen, überraschend gut an. Die kühlen Septembernächte und die günstige Witterung ermöglichten uns schließlich eine optimale Traubenreife.